::: Vorsorgeuntersuchung :::




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"Vorsorgeuntersuchung FAQs"
Häufig gestellte Fragen zur Vorsorgeuntersuchung (VU) - Fragen einfach anklicken ...

1) Worin besteht die grundsätzliche Aufgabe einer VU?

2) "Vorsorgeuntersuchung" und "Gesundenuntersuchung" - wo ist da der Unterschied?

3) Gibt es eine gesetzliche Grundlage für die VU?

4) Was kostet die VU für den Patienten?

5) Wie viel bezahlen nichtversicherte Personen?

6) Welche medizinischen Schwerpunkte setzt die VU?

7) Was versteht man unter dem "Basisprogramm"?

8) Wozu dient das Abschlussgespräch?

9) Gibt es Untersuchungen speziell für Frauen?

10) Welche Laborwerte werden erhoben?

11) Ab wann wird Blut im Stuhl gesucht?

12) Wie sieht es allgemein mit der Teilnahme an der VU aus?

13) Bekomme ich meine Laborwerte mit nach Hause?

14) Wer führt Vorsorgeuntersuchungen durch?

15) Steigt die Inanspruchnahme der VU in den letzten Jahren oder geht sie zurück?

16) Welche Rolle spielt der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger bei der VU?



1) Worin besteht die grundsätzliche Aufgabe einer VU?
Im Rahmen einer VU nach ASVG werden einerseits Risikofaktoren für häufige Erkrankungen gesucht, andererseits beabsichtigt man frühzeitig bereits vorliegende Krebserkrankungen in gut behandelbaren Stadien zu entdecken.
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2) "Vorsorgeuntersuchung" und "Gesundenuntersuchung". Wo ist da der Unterschied?
Die 1972 als "Krebs-, Stoffwechsel-, Kreislauf-Vorsorgeuntersuchungsprogramm" ins Leben gerufene VU wurde lange als "Gesundenuntersuchung" geführt. Um den Charakter der Prävention (=Vorsorge) stärker zu betonen, wurde ihr Name vor einigen Jahren geändert.
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3) Gibt es eine gesetzliche Grundlage für die VU?
Die Durchführung der VU wird im ASVG durch den § 132B geregelt, wo auch die Untersuchungsziele festgelegt sind.
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4) Was kostet die VU für den Patienten?
Versicherte und ihre Angehörigen haben ab dem vollendenten19. Lebensjahr jährlich einmal Anspruch auf eine kostenlose VU.
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5) Wie viel bezahlen nichtversicherte Personen?
Personen, die nur ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben — und für die nicht bereits aufgrund einer Pflichtversicherung oder einer freiwilligen Versicherung ein Leistungsanspruch besteht (sog. Nichtversicherte) — können bei der örtlich zuständigen Gebietskrankenkasse zu gleichen Bedingungen wie Versicherte eine VU in Anspruch nehmen. Denn für Nichtversicherte ersetzt der Bund den Krankenkassen den entsprechenden Aufwand.
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6) Welche medizinischen Schwerpunkte setzt die VU?
Neben der persönlichen Risikoanalyse steht insbesondere die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose sowie Blut-Hochdruck im Mittelpunkt. Genauso wichtig ist natürlich die Suche nach Krebserkrankungen (z.B. Darm- oder Gebärmutterhalskarzinome, Haut-, Brust-, Prostatakrebs und andere bösartige Tumoren), die mit klinischen Methoden gar nicht so selten in vollständig heilbaren Frühstadien erfassbar sind. Schließlich stehen noch eine mögliche Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und weitere Stoffwechselstörungen sowie chronische Erkrankungen der Atmungsorgane im Mittelpunkt dieses "Vorsorge-Checks".
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7) Was versteht man unter dem "Basisprogramm"?
Die Vorsorgeuntersuchung gliedert sich in ein "Basisprogramm", in dem eine Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), die klinischen Untersuchungen, Laboruntersuchungen sowie die Feststellung von eventuell vorliegenden Risikofaktoren abgewickelt werden , und in ein Abshlussgespräch.
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8) Wozu dient das Abschlussgespräch?
Im Rahmen des Abschlussgesprächs behandelt der Arzt gemeinsam mit dem Patienten das Ergebnis dieser Untersuchungen, erklärt ihm seinen aktuellen Gesundheitszustand und bespricht insbesondere festgestellte Risikofaktoren, um eine Verhaltensveränderung zu bewirken. Dies alles mit dem Ziel einer Schulung zur gesunden Lebensführung.
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9) Gibt es Untersuchungen speziell für Frauen?
Bei Frauen wird - bei Bedarf - (beispielsweise, wenn die Teilnehmerin nicht regelmäßig zum Frauenarzt geht) das Basisprogramm durch ein gynäkologisches Zusatzprogramm ergänzt, das alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen einschließt. Dazu gehört ab dem 40. Lebensjahr auch eine Mammographie (Röntgenuntersuchung der weibl. Brust), die im 2-Jahres-Abständen wiederholt wird.
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10) Welche Laborwerte werden erhoben?
Die Laboruntersuchungen des Basisprogramms beinhalten die Bestimmung des Cholesterinspiegels, der Harnsäure, des Gamma-GTs, Blutzuckers und der Triglyzeride. Ein Harnsäurespiegel wird bei Frauen (im Gegensatz zu Männern) erst ab dem 50. Lebensjahr erhoben.
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11) Ab wann wird Blut im Stuhl gesucht?
Zur VU gehört ab dem 40. Lebensjahr zusätzlich eine Untersuchung des Stuhls auf verstecktes Blut.
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12) Wie sieht es allgemein mit der Teilnahme an der VU aus?
In der Steiermark wurden im Jahre 1998 112.881 Basisuntersuchungen und 3.831 gynäkologische Zusatzuntersuchungen absolviert. Das bedeutet, dass 9,43% der Männer und 10,91% der Frauen teilnehmen (0,96% der Frauen nehmen demnach das gynäkologische Zusatzprogramm in Anspruch). Österreichweit konnten in diesem Zeitraum 622.159 Basisuntersuchungen und 113.278 gynäkologische Zusatzuntersuchungen verbucht werden.
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13) Bekomme ich meine Laborwerte mit nach Hause?
Alle im Rahmen der VU erhobenen Befunde werden in 3-facher Ausführung erstellt. Ein Exemplar bleibt beim Arzt, eines erhält der Klient/die Klientin und das dritte Exemplar geht an die Krankenkasse.
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14) Wer führt Vorsorgeuntersuchungen durch?
Eine Statistik des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger aus dem Jahr 1994 zeigt, dass rund 70% der Basisuntersuchungen bei praktischen Ärzten, rund 19% bei Fachärzten, rund 6% in den Einrichtungen der Sozialversicherung und 5% in anderen Untersuchungsstellen durchgeführt werden.
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15) Steigt die Inanspruchnahme der VU in den letzten Jahren oder geht sie zurück?
Bei der Beteiligung an der VU ist eine geringe Steigerung zu verzeichnen (1993: 524.000 Personen, 1995: 591.000 Personen und 1998 wurden schon 622.000 TeilnehmerInnen registriert). Die Grüne Mark liegt hier in etwa im Mittelfeld, Spitzenreiter ist Vorarlberg, gefolgt von Kärnten und Tirol. Schlusslichter wiederum sind Niederösterreich, aber auch in Wien lag die Teilnahme nur bei knapp 6%. Österreichweit begeistern sich mehr Frauen als Männer für die Vorsorgeuntersuchung: nämlich 11,3% gegenüber 7,7%.
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16) Welche Rolle spielt der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger bei der VU?
Durch das ASVG wird der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger mit der Durchführung der Vorsorgeuntersuchung beauftragt. Tatsächlich wird diese Leistung in einem Gesamtvertrag zwischen dem Hauptverband der Österr. Sozialversicherungsträger und der Österr. Ärztekammer geregelt. Auf Grundlage dieses Vertrags schließen die einzelnen Krankenkassen Verträge mit den jeweiligen Ärztekammern ab.
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