Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber, Leiter der Diabetesambulanz an der Med. Universitätsklinik Graz



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Die Vorsorgeuntersuchung:
DIABETES MELLITUS (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus stellt eine Stoffwechselerkrankung dar, die mit gefährlichen Spätkomplikationen einhergehen kann. Unter anderem kann es zum Nierenversagen, zur Erblindung und zum Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.

Weiters besteht durch das Auftreten von Nervenschädigung eine große Verletzungsgefahr an den Füßen. Diese können bei unzureichender Behandlung bis zur Amputation führen.

Für die Behandlung des Diabetes und für die Vermeidung dieser Spätkomplikationen ist die rechtzeitige Diagnose entscheidend. Die wichtigsten Symptome eines erhöhten Blutzuckerspiegels sind:
- vermehrter Durst,
- erhöhte Harnausscheidung,
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Weiters kann Hautjucken und eine Häufung von Infektionen durch eine Verschlechterung der Abwehrlage auftreten. Da alle diese Anzeichen leider auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, kommt der Zuckerbestimmung im Blut oder im Harn eine entscheidende Bedeutung zu.

Risikofaktoren für die Entwicklung für Diabetes sind vor allem eine zu hohe Kalorienzufuhr und Übergewicht sowie mangelnde körperliche Bewegung. Weiters sind Familien, in denen Diabetes auftritt, stärker gefährdet. Bei gesunder Lebensführung und Reduktion dieser Risikofaktoren ist das Auftreten von Diabetes selten beziehungsweise kann ganz verhindert werden.

In der Behandlung spielt die richtige Ernährung eine entscheidende Rolle: Wichtig ist die Reduktion der Kalorienzufuhr und die Erhöhung des Kalorienverbrauchs. In zweiter Linie kommen blutzuckersenkende Medikamente oder Insulin in Frage. Weiters müssen ein eventuell erhöhter Blutdruck oder erhöhte Blutfette rechtzeitig diagnostiziert und natürlich auch behandelt werden. Die frühe Erkennung eines Diabetes mellitus und eine daraufhin folgende richtige Behandlung sichert den Betroffenen, dass die Lebensqualität erhalten bleibt und gefürchtete Komplikationen verhindert werden können.