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Vermeiden statt leiden!

Unter diesem Motto präsentierte die Krebshilfe Steiermark im Rahmen der Messe „Für Immer Jung“ vom 10. – 11. November 2018 im Messe Congress Graz heuer erstmals zwei Organmodelle:

Mit einem begehbaren Darmmodell konnten wir gemeinsam mit unserem Partnern, Fresenius Kabi Austria und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz auf einprägsame Weise Wissen rund um das Thema Darmgesundheit vermitteln und so gleichzeitig an jeden einzelnen Besucher appellieren: Nützen Sie Ihre Chance!
Denn Darmkrebs ist mit 400.000 Neuerkrankungen jährlich und mehr als 200.000 Todesfällen die zweithäufigste Krebserkrankung in der EU, Jedes Jahr erkranken rund 4600 Menschen in Österreich an Dickdarm – oder Mastdarmkrebs. Dabei gehört Darmkrebs zu den wenigen Krebserkrankungen, deren Entstehung man überwiegend vermeiden kann. Denn Darmkrebs  ist wie kaum ein anderer Tumor früh zu erkennen und auch durch die Entfernung seiner Vorstufen (sog. „Polypen“) verhinderbar. Das macht deutlich: Die reine Reparaturmedizin greift hier zu spät. Es braucht einen Fokus auf Prävention. Denn speziell bei der Darmgesundheit gibt es Risikofaktoren, die jeder Einzelne von uns selbst in der Hand hat.

Gleichzeitig wollten wir auch gezielt an alle Männer appellieren, sich Zeit für die Prostata-Vorsorgeuntersuchung zu nehmen. Denn gerade das „starke Geschlecht“ ist bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen noch „schwach“. Statistisch brauchen Männer sieben Mal so lange, ehe sie bei körperlichen oder psychischen Problemen einen Arztbesuch überhaupt in Erwägung ziehen. Männer sind somit leider offenbar weitgehend „Vorsorge-resistent“: Stress, zu viele Termine und vor allem der Irrglaube, es trifft ja ohnedies immer nur „die anderen“ führen dazu, dass sie Vorsorgeuntersuchungen nicht – oder zu spät – wahr nehmen. 

Dabei ist Prostatakrebs mit 6.500 Erkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung beim Mann, rund 1.100 Männer sterben pro Jahr daran.

Erstmals konnten sich die BesucherInnen deshalb anhand eines begehbaren Prostatamodells über die Wirkungsweise der Prostata und deren anatomischen Aufbau informieren und mit Experten der Krebshilfe sowie jenen der Fachgruppe Urologie der Ärztekammer sowie den Kreuzschwestern persönliche Fragen klären.
Ziel war es, wie auch schon in den vergangenen Jahren, mit Hilfe dieser beiden eindrucksvollen Modelle Verständnis für die Organfunktionen und mögliche Erkrankungen zu vermitteln und möglichst viele SteirerInnen dazu zu motivieren, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen.
Das Interesse der BesucherInnen  war überaus erfreulich. Nicht nur die Modelle selbst beeindruckten, die BesucherInnen nützten die Gelegenheit intensiv, sich mit vielfältigen konkreten Fragen direkt an die Expertinnen der Krebshilfe Steiermark und unserer Partner zu wenden.
 
Aus Liebe. Zum Leben.